Voller
Erfolg des Los Angeles Turner Gala Balls
Viele kamen um das "130." mitzufeiern - Eric
Braeden wurde Ehrenmitglied
Sherman
Oaks (gw/ps) – 22. September 2001
– Ganz im Sinne ihres Gründers Turnvater Jahn schwangen die Mitglieder
der Los Angeles Turners und ihre über 100 Gäste auf dem Los Angeles
Turners Galaball das Tanzbein und feierten bis in die frühen
Morgenstunden. Der stellvertretende Generalkonsul Josef Beck mit seiner
Frau Gudrun sowie Fernsehstar und Schauspieler Eric Braeden mit Ehefrau
Dale waren als Ehrengäste erschienen.
Sehr
feierlich und ernst hatte der Abend jedoch mit einem Gebet, gesprochen von
Pastor Rettig, und dem Singen der amerikanischen und deutschen
Nationalhymnen begonnen. “Es war eine leichte Entscheidung,” so Josef
Beck in seiner Rede,” die Einladung von Dennis Fredricks, Präsident der
L. A. Turners, zu diesem Abend anzunehmen, und zwar aus drei Gründen:
erstens wusste ich, dass ich gemeinsam mit ihm, Eric Braeden und anderen
unter Freunden sein würde, zweitens ist ein 130jähriges Jubiläum
wirklich sehr, sehr beeindruckend, und drittens feiern wir die L. A.
Turners heute als ein wichtiger Vertreter der großen
deutsch-amerikanischen Gemeinde, die dieses Land so bedeutsam mitgestaltet
hat und noch heute eine wichtige Verbindung zwischen USA und Deutschland
dargestellt.” Im weiteren ging er auf die Terrorattacke ein und welche
enormen Solidaritätsbekundungen es nicht nur von höchster
Regierungsebene sondern überall in Deutschland gegeben hätte. “Diese
überwältigende Anteilnahme und Solidaritätsbezeugung sei ein Ausdruck
der tiefen Verbundenheit und Dankbarkeit Deutschlands gegenüber den USA
und ihrer Hilfe nach dem 2. Weltkrieg und im Verlauf des
Wiedervereinigungsprozesses.”
Auch
Eric Braeden ging in seiner Ansprache auf die Geschehnisse vom 11.
September ein sowie auf Deutschlands Image in den USA. Es sei ein großer Fehler gewesen, so Braeden ganz offen, dass die Bundesrepublik
Deutschland nicht durch Kanzler Schröder sondern “nur” durch Außenminister Fischer persönlich in Washington vertreten gewesen sei, um
mit Präsident Bush die Strategie gegen die gemeinsame Bekämpfung von
Terrorismus zu besprechen. Die BRD sei gut beraten, endlich eine große
renommierte PR-Agentur zu beauftragen, um Beachtung bei den US-Medien zu
finden, damit das Deutschland-Bild, das leider immer noch zu oft ausschließlich mit den Geschehnissen im Dritten Reich in Verbindung
gebracht würde, eine Korrektur im Ansehen der breiten amerikanischen Öffentlichkeit
erfahre. Braeden, der sich auch für die Produktion des
PBS-Dokumentarfilmes “The German Americans” - der ersten positiven
Darstellung deutscher Einwanderer und deren Beitrag zur Gestaltung der USA
- (GW berichtete) als Interviewpartner zur Verfügung stellte, ist
ein unermüdlicher Kämpfer um eine realitätstreuere Darstellung des
heutigen Deutschlands in den US-Medien. Braeden erntete viel Applaus für
seine passionierte Ansprache.
Nach
dem Abendessen ging es feierlich mit Gesangsdarbietungen von Opernsängerin
Monika Schober und dem Chor der L. A. Turners weiter. Eine
Fechtdemonstration in Anlehnung an die große Sporttradition der L. A.
Turners sowie die Präsentation des L. A. Turner Videoclips produziert
von German-World.com rundete den Abend ab. Zum
Abschluss trat Alexander Hast auf, begleitet von Laszlo Czer mit dem
Black-Fööss-Titel “Trink doch einen mit”, den bald alle
Anwesenden mitsangen. Die Turners im Aufbruch.
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